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Verlauf der Erkrankung

Eine bipolare Störung kann bei jedem Betroffenen unterschiedlich verlaufen. Generell lässt sich sagen, dass sie in Phasen („Episoden“) verläuft, die wiederum sehr verschieden ausfallen können.

Das erstmalige Auftreten der Erkrankung kann in jedem Alter geschehen. Gewöhnlich treten die ersten Symptome zwischen dem zwanzigsten und dreißigsten Lebensjahr auf. Sie kann Männer und Frauen gleichermaßen betreffen, wobei sie bei Männern eher mit manischen, bei Frauen eher mit depressiven Symptomen beginnt.

Episoden wechseln sich ab

Die einzelnen Krankheitsepisoden können nur wenige Stunden, Tage, aber auch Monate oder sogar noch länger dauern. Dabei wechseln depressive und manische Episoden ab. Durchschnittlich erleiden Betroffene vier Krankheitsepisoden in den ersten zehn Erkrankungsjahren.

Bei unbehandelten Betroffenen dauern die Episoden im Schnitt 4 bis 12 Monate. Eine depressive Episode dauert durchschnittlich länger als eine manische Episode. Die Episoden können durch Zeiten relativer Ausgeglichenheit getrennt sein oder direkt ineinander übergehen. Bei den meisten Betroffenen überwiegen die depressiven Episoden.

Behandlung entscheidend

Wird die erste Episode nicht behandelt, so liegt die Wahrscheinlichkeit, dass eine zweite auftritt bei über 90 %. Je mehr Episoden unbehandelt bleiben, desto wahrscheinlicher werden viele weitere Episoden in kürzeren Abständen.

  

Die bipolare Störung erfasst das gesamte Erleben, Fühlen, Denken und Verhalten eines Menschen und äußert sich in – teils heftigen – Stimmungsschwankungen. Sie verläuft häufig unregelmäßig und lässt sich dennoch gut behandeln. Wie erfahren Sie hier.